Gleich nach dem Frühstück ging es weiter, nach Dubbo, der nächsten größeren Stadt. Proviant fassen war angesagt, und mal wieder Treibstoff für unseren kleinen Suzu. Nach etwas suchen fanden wir eine Mall, in der es nen Woolworth gab, der uns auch mit fast allem versorgen konnte, was wir die nächsten Tage so zum Leben brauchen werden. Nur leider gehörten zu den wenigen Dingen, die es nicht gab auch Eiswürfel, und die seine lebenswichtig, sind sie doch die Basis für unseren kleinen “Kühlschrank”, den Esky. An der Kasse gabs den Hinweis auf eine weiter Mall, zwei Blocks weiter. Hier gabs dann nen Coles, ein paar Kleinigkeiten die die andere Mall nicht hatte – aber wieder kein Eis.
Nun gut, erst mal nach Sprit suchen, nachdem wir etwas durch Dubbo gekurvt waren fanden wir unseren “Newman Highway” und dort auch gleich jede Menge Tankstellen, und da gabs neben Sprit auch Eis und Wasser. Also vollmachen, mit Eis, Sprit und Wasser und ab in Richtung Westen. Auf schnurgeraden Strassen ging es durch immer karger werdende Vegetation, mit immer mehr rotem Sand. Willkommen im Outback verkündete am Ende ein Schild. Wir führen und führen, in Nyngan gab es dann Mittagessen, am Fluss unten im Schatten. Nebendran ein Gatter ist Kamelen, Alpacas und anderen Tieren.
Dann übernahm Simone das Steuer und ich konnte mehr schauen, während wir weiter nach Cobar fuhren. Hier gabs die Gelegenheit, nicht nur die Weltgrößte Bierdose zu bestaunen, sondern auch von einem Lookout ins Hinterland zu blicken, und in ein Bergwerk, dass sich in Cobar in den Boden frisst. Leider konnten wir dicht herausbekommen was dort abgebaut wird, doch der Anblick war beidesmal beeindruckend.
Nochmal aufgetankt, hier im Outback sollte man jede sich bietende Tankstelle nutzen, denn die nächste kann, wie Schilder verrieten, durchaus mal mehr als 200 km weit entfernt sein. Und dann weiter Gen Westen, ein Nachtlager suchen. Unterwegs beeindruckt die Weite noch mehr, außer ein paar Kühen, Emus, Geckos und vor allem vielen Ziegen sieht man kaum ein Lebewesen, außer ab und an mal ein paar Menschen in ihren Autos, oder in den so genannten Road Trains, riesenhaften Lastwagen, die bis zu drei Anhänger haben, und mit denen das Outback mit allem versorgt wird was es braucht, und alles was es produziert zurück in die dichter besiedelten Gebiete gebracht wird.
Kurz vor Wilcannia fanden wir dieses auch auf dem Mc Cullen Rastplatz, toll gepflegt mit sogar einem Gasgrill, der aber leider kein Gas mehr hat, einem, Spielplatz und einer der fürchterlich stinkenden selbstkompostierenden Toiletten, die in den abgelegenen Ecken Standard sind.
Da wir fast allein waren, bis auf einen Wohnwagen der aber so über 100 Meter entfernt parkte, haben wir uns entschieden, nach dem Abendessen (lecker Mexico-Beef mit Baked Beans und Salat) die Solardusche auszuprobieren. Das Wasser war wunderbar warm, und es kam genug, um zweimal für Haarewaschen und ein wenig Duschen. Das machen wir bald wieder!
Das Highlight des Tages war jedoch der Sonnenuntergang über dem Outback und die Sterne die nur für uns leuchteten.
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