Grade eben noch Geburtstag gefeiert und schon geht’s los. Um 20 nach 6 holt uns das Taxi ab und bringt uns zum Bahnhof. Und dann gehts mit dem Zug via Singen und Schaffhausen in Richtung Zürich Flughafen. Hier hat die SBB gleich eine Überraschung für uns parat, dank Bauarbeiten müssen wir unterwegs in den Bus wechseln und dann in Winterthur nochmal in einen anderen Zug. Etwas überraschend denn der noch kurz vor der Fahrt gecheckte Fahrplan der Bahn wusste nichts davon – da scheint die Kommunikation über den regulären Fahrplan hinaus grenzüberschreitend noch nicht so wirklich zu stimmen.

Eine betagte 767 der US Airways bringt uns nach Philadelphia.

In Zürich geben wir dann am Check-In erst mal einer US-Repräsentantin Auskunft über unser Gepäck, unser Reiseziel etc. denn trotz ESTA und online angegebenen Reisedaten wird man hier nochmal ausgefragt – ein wenig paranoid ist das ganze schon und macht uns Bammel vor der Immigration in Philly – dort haben wir nämlich nur geplante 2 Stunden Aufenthalt. Endlich konnten alle Unstimmigkeiten geklärt werden und wir konnten dank ausgedrucktem Ticket auch davon überzeugen dass wir nicht auf unbestimmte Zeit in die USA eindringen wollen, und begeben uns zum Gate und zum Flieger. Auf uns wartet eine ziemlich betragte Boeing 767-200 ER der US Airways, die uns über den Atlantik nach Philadelphia bringen soll. Das ist Fliegen wie in den 80ern – mit Overhead Video, schlechtem Ton und kaputten Luftausströmern die einen entgegen allen Versuchen mit kalter Luft anpusten. Aber immerhin gibt es etwas zu essen (umsonst, für US nicht selbstverständlich) und jede Menge alkoholfreier Getränke.

Zwischenlandung in Philadelphia

Und die betagte Dame erweist sich als echtes Rennpferd, sie bringt uns dank fehlendem Gegenwind doch glatt eine ganze Stunde zu früh nach Philadelphia. Dort angekommen kommt der nächste Behörden-Marathon. Bei der Immigration heißt es Schlange stehen, denn die Beamten nehmen es genau mit der Kontrolle des Passes und registrieren jeden mit Fingerabrdücken und ein Bild wird auch noch geschossen. Dann muss man den Koffer vom Band holen, und mit diesem erst mal durch den Zoll, der sich als komplett harmlos erweist. Ein Blick, ein have a good one und schon ist alles drin im Land, und der Koffer darf dann auch sofort wieder eingecheckt werden. Nach einer intensiven Sicherheitskontrolle haben wir im Marketplace ein wenig Zeit zu shoppen und uns mit Getränken zu versorgen. Dann geht es mit einem A321 weiter nach San Francisco.

Spektakulärer Blick auf die Rockies auf dem Flug nach San Francisco

Der zweite Flug wird trotz toller Aussicht – die Route führt südlich der großen Seen über das gesamte US-Amerikanische Festland, an Denver und den Rockies vorbei gen Westen – zur echten Geduldsprobe. Da dies ein Inlandsflug ist gibt es nichts mehr zu essen (ausser zum Schweinepreis) sondern nur noch Getränke. Zum Glück haben wir vorgesorgt aber der Flug wird lang und länger. Videos gibt es nicht – und das Internet im Flieger soll stolze 22 Dollar kosten – für 4 Stunden. Zu viel für unsere Urlaubskasse, auch wenn ich gerne mal ein paar Mails aus dem Himmel versandt hätte. Und so gehen die letzten Stunden der langen Reise immer langsamer vorrüber. Um kurz nach 7 PST sind wir endlich nach 24 Stunden auf den Beinen in Frisco angekommen und reif fürs Bett. Doch erst mal müssen wir an unser Gepäck kommen, nicht so einfach denn die Mitarbeiter von US lassen sich Zeit, mal auf dem einen, mal auf dem anderen Band kommen ein paar Koffer zum Vorschein. Erst nach einer halben Stunde haben wir alles zusammen und suchen uns ein Shuttle in die Stadt. Für 34 Dollar gibt’s eine halsbrecherische Fahrt nach Downtown mit dem Super-Shuttle. Nach acht sind wir endlich im Hotel checken kurz ein und machen uns mit knurrenden Mägen auf die Suche nach essbarem. Mit einer Pizza, ein paar Flaschen Wasser essen wir auf dem Zimmer und fallen todmüde ins Bett.

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