So ganz ist er noch nicht überstanden, der Jetlag. Heute morgen lagen wir beide wieder um 4 wach im Hotel und mussten uns dazu zwingen, doch noch ein wenig zu schlafen. Umso schwerer als heute endlich der Roadtrip beginnen sollte, mit dem Mietwagen gen Süden. Aber den Mietwagen gibts erst ab 8, also müssen wir unsere Ungeduld zügeln und schlafen noch ein wenig. Dann erst mal packen und die Koffer an der Rezeption einlagern und auf. Erst zu Starbucks zum Frühstück, und dann zu Alamo. Dort erwartet uns zuerst einmal eine lange Schlange, dutzende Touristen wollen einen fahrbaren Untersatz und vor allem mit teuren Zusatzversicherungen bequatscht werden. Wir wissen zwar genau was wir wollen und haben auch von Deutschland aus schon gebucht und die Führerschein- und Kreditkartendaten hinterlegt, doch da das Terminal streikt hilft das nichts – auch wir müssen warten. Nach etwa einer halben Stunde sind wir dann dran, und bekommen einen Dodge Journey – nicht grade mein Favorit, ich hätte lieber einen Jeep oder was anderes mit echtem 4×4 gehabt. Doch der schwarze Dodge überrascht positiv – der Motor ist durchzugsstark, das Fahrzeug ist geräumig und ist mit Tempomat, Sat-Radio und iPod Anschluss gut ausgestattet. Nachdem unser australischer Saugnapf an der Scheibe angebracht und das iPhone 4 mit Sygic gestartet ist, lassen wir uns aus dem Parkhaus zum Hotel navigieren. Ganz schön ungewohnt diese Ampeln auf der falschen Seite der Kreuzung – es geht einen Moment bis ich mich im quirligen Stadtverkehr von San Francisco an die ungewohnten Regeln gewöhnt habe und im Verkehr mitschwimmen kann.

Nachdem die Koffer im geräumigen Kofferraum verschwunden sind geht es los – wir haben den 49 Miles Scenic Drive zum großen Teil bereits mit dem Bus erledigt, allerding habe ich noch einige Punkte die ich sehen möchte. Also auf zum ersten, den Painted Ladies, die wohl berühmtesten Häuser San Franciscos am Alamo Park. Von dort aus gehts weiter zur Lombard Street, die Hügel von San Francisco hinauf und hinunter bis zu dieser, kurvigsten Strasse der Welt, die man aus so vielen Filmen kennt. Einmal möchte ich hier mit unserem Mietwagen hinunter fahren, und schon der Weg dorthin ist an Steilheit kaum zu überbieten.

Nach der Lombard-Street folgen wir der Küste, in Richtung Land’s End von wo aus man nochmal eine faszinierende Sicht auf die Golden Gate Bridge haben. Nach dem Fototermin übernimmt Simone dann zum ersten Mal das Steuer und wird die Fahrerin des dicken Dodge. Sie schlägt sich tapfer auf dem Weg in Richtung Süden, dem alten Highway folgend nach Santa Cruz. Dort hat es uns nicht nur der Leuchtturm sondern auch die Uferpromenade, der Boardwalk angetan. Hier findet man nicht nur Strand und ein paar Buden, sondern einen ganzen Vergnügungspark mit Pazifik-Anbindung. Von der Achterbahn bis hin zu Automatenspielen und jeder Menge Fressständen findet sich hier alles was das Spielerherz begehrt.

Nach dem Zwischenstop machen wir uns auf den Weg zu unserem Tagesziel – Monterey. Dieser Ferienort am Pazifik hat neben dem schon fast unumgänglichen Pier mit Fischrestaurants eine Menge an Wildlife zu bieten. Nach dem Check-In im Motel wollen wir uns das nicht entgehen lassen und fahren ans Wasser runter. Im Fischereihafen leben Seeotter, Seehunde und Möwen und geben sich für uns ein Stelldichein. Wir und damit meine ich vor allem mich – schiessen unzählige Fotos. Müde aber noch ein wenig hungrig halten wir noch an der Mall auf dem Rückweg zum Hotel und holen noch eine Kleinigkeit bei Subway – und ab gehts ins Land der Träume.

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