Heute verlassen wir nach dem Frühstück Criccieth und fahren nochmal entlang unserer Eisenbahnlinie durch den Snowdonia National Park. Wir müssen den Sound umfahren, den wir gestern schon vom Zug aus gesehen hatten. Unser kleiner Fiat muss sich ganz schön anstrengen um die Berge zu erklimmen, mit uns und unserem Gepäck voll beladen und auch sonst nur auf dem Papier „sportlich“. An einem Wanderparkplatz ziehe ich nach rechts – denn die Aussicht ist zu toll um einfach nur vorbei zu fahren.

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Nach dem kurzen Stop folgen wir der Straße in Richtung Machynlleth wo am Rande des Sounds ein Seeadler Projekt sein soll. Wir suchen ein wenig und mit der Abhilfe von unserem mobilen WLAN finden wir die richtige Richtung. Kurz nach Machynlleth geht es rechts rein in eine unscheinbare Einfahrt. In einem Container erzählen uns freiwillige freundlich von den Seeadlern und anderen Wildlife-Attraktionen die es zu sehen gibt. Eine ganze Batterie Kameras beobachtet den Adlerhorst der nun nur noch vom Vater und einem Jungvogel bewohnt wird, die Mutter und der zweite Jungvogel sind bereits ausgeflogen, auf nach Afrika. Für eine Spende von 2,50 Pfund können wir den Park und das neue, unglaubliche 360 Grad Observatorium mit seinen drei Stockwerken besuchen. Das Highlight ist natürlich die Sicht auf den Adlerhorst aus dem dritten Stock.

Leider sind die Seeadler jedoch noch immer weit weg, du so gelingen Bilder von den fliegenden Adlern nur sehr eingeschränkt. Und auch ansonsten sind außer einigen Singvögeln und Lurchen schon die meisten Tiere auf ihrer Anreise in die Winterquartiere oder sonst verschwunden. Aber wir bekommen einen Eindruck was alles man zur perfekten Jahreszeit hier vor die Linse und zu sehen bekommen kann.

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Danach fahren wir nach Aberystwyth, eine pulsierende Universitätsstadt an der Westküste von Wales und wollen etwas zu essen finden. Wir finden einen Parkplatz und füttern den Parkautomaten mit genug Kleingeld für weit mehr als eine Stunde. Doch die Endzeit ändert sich nicht. Wir sind gefrustet und verlassen den Parkplatz, gehen zu einem Mc Donalds der wenigstens einen kostenfreien Parkplatz hat.

Danach versuchen wir New Quay zu finden, den Ort an der Cardigan Bay an dem man besonders viele Delfine beobachten können soll. Wir irren über immer kleinere Straßen nur um festzustellen, dass der eingegebene Beach in einem Vorort ist, und zu einem Caravanpark gehört. Dafür sehen wir jede Menge mobile Ferienhäuser die auf großen LKW zu den Caravanparks transportiert werden.

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Nachdem wir das Navi neu befragt haben finden wir den Weg in die Delfin- und Touristenhochburg und haben, nachdem wir auch hier mit dem Problem des Parkautomaten zu kämpfen haben kommt die Erleuchtung: anstelle der Parkzeit wird die Anfangszeit und der bezahlte Betrag ausgewiesen. Also nichts wie runter zum Kai und von dort versucht Delfine ausfindig zumachen. Und wirklich, mit Geduld können wir einen Blick auf ein paar Rückenflossen in weiter Ferne erhaschen. Da wir unser Fernglas in Deutschland vergessen haben versuchen wir Simone ein neues zu kaufen, damit sie schauen kann während ich mit dem Teleobjektiv Fotos schieße. Doch leider sind in den meisten Läden die Ferngläser schon ausverkauft. Erst im viertn Laden haben wir Glück und die Besitzerin weist uns den Weg zu ihrem zweiten Geschäft, in dem es noch letzte Reste gibt. So ist Simone nun perfekt ausgestattet für weitere Naturbeobachtungen.

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Allerdings fällt uns auf, dass die Boote der Delfintouren immer aus der Bucht hinaus in die Nachbarbucht fahren und so erkundigen wir uns befindet Touristeninformation nach Möglichkeiten, Delfine und Seehunde in anderen Buchten zu sehen. Nach Anleitung der Touristnguides machen wir uns auf eine abenteuerliche Tür entlang kleinster Straßen zu den nächsten Buchten. Erst erreichen wir, nachdem wir es kaum noch für möglich gehalten haben die Abzweigung nach Cwmtydu wo es ab und an Seehunde zu sehen geben soll. Als wir es kaum noch für möglich halten endet die gewundene enge Straße mit einem großen breiten Parkplatz an einem zauberhaften Strand – mit Toiletten und sogar einem Kiosk und einem Briefkasten – kaum zu glauben. Wir nutzen den Briefkasten auch gleich um die geschriebenen Karten einzuwerfen und sind gespannt, ob diese Karten Deutschland jemals erreichen werden.

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Danach folgen wir der Straße weiter nach Llangrannog, ebenso schmal, gewunden wie die erste und am Ende steh ein quirliger Badeort an dem es keine Möglichkeit zu halten oder gar zu Parken gibt. Also nehmen wir den letzten Teil, in Angriff und quälen den Fiat im ersten Gang die Klippen hinauf, auf Kurven so eng und steil dass ich sie nur mit Rangieren schaffe und erreichen nach einer gefühlten Ewigkeit und diversen entgegenkommenden Fahrzeugen (und dann muss immer einer zurücksetzen bis zur nächsten Ausweichstelle, da die Straßen zu schmal sind um aneinander vorbei zu kommen) Tresaith.

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Am Ende der letzten Straße direkt am Strand steht unser Hotel für heute Nacht. Wir checken ein, packen aus und untersten mal in diesem Urlaub bin ich mit kurzen Hosen auf dem Weg zum Strand. Der feine Sand und die steilen Klippen, so habe ich mir Wales vorgestellt und wir können beide nicht genug bekommen, klettern über die Felsen, schießen Fotos und viel zu schnell ist es fast sieben und unser bestellter Tisch wartet auf uns.

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Die Küche im Ship Inn ist hervorragend, das Lamm ebenso wie die getrüffelten Ravioli von Simone. Allerdings lassen beide Hauptgerichte noch räum für Dessert, so dass wir uns noch einen warmen Apfelkuchen mit Clotted Cream gönnen, begleitet von einem traumhaften Sonnenuntergang über der Bucht.

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