In der Nacht haben wir erfahren, warum das Ship Inn, trotz traumhafter Lage, nettem persönlichem Service und ganz hervorragender Küche nur Sehr gut, statt ausgezeichnet bewertet wird: das alte Haus am Meer knarzt und quietscht und die Wände lassen fast jedes Geräusch ungehindert passieren. Doch als wir am Morgen das Fenster öffnen und den unglaublichen Strand im Morgenlicht erblicken ist das schon fast wieder vergessen. Mich zieht es sofort hinaus, ich will den Strand in diesem zauberhaften Licht festhalten.
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In der Morgensonne gehört der Strand den Fotografen, den Hundebesitzern und anderen Frühaufstehern, und den Krähen, die in den Klippen nisten.

Nach der Morgenrunde begeben wir uns zurück ins Hotel zum Frühstück. Auch hier werden wir von der Küche des Ship Inn verwöhnt, jedoch ist der Räucherlachs auf Rührei eine ganze Ecke besser als die doch recht krümeligen warmen Croissants.

Nach dem Frühstück Packen wir einmal mehr unsere sieben Sachen in den kleinen Fiat der uns und unser gesammelte Gepäck mit Mühe die steilen engen Straßen auf die Klippen hinauf wuchtet. Unser heutiges Ziel ist Cardiff, die Hauptstadt von Wales. Also ein gutes Stück zu fahren und so wollen wir erst mal ein wenig Strecke machen und entscheiden uns für die Haupt- anstelle der Nebenstraßen. Das sind hier die Straßen, die Stellenweise über eine gestrichelte Mittellinie verfügen, die einen davon ausgehen lassen, dass zwei nicht zu große Fahrzeuge recht problemlos aneinander vorbei kommen können. Wir folgen einer solchen Straße über die Klippen bis Cardigan, wo wir uns eigentlich die Sandbudht und den Hafen ansehen wollen. Doch die Ebbe hat die Sandbucht in ein trübes und müffelndes Etwas verwandelt und so entscheiden wir uns statt dessen für einen Shopping-Trip durch das kleine Städtchen.

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Gleich im ersten Klamottenladen werden Simone und ich fündig und das soll das Omen für den Tag werden. Nachdem wir bezahlt haben stellen wir fest, dass die Parkzeit schon fast vorbei ist und kaufen auf dem Weg zum Auto nur noch schnell etwas Proviant bevor wir uns auf den Weg machen, weiter nach Cardiff. Der Co-op vor aort schockt uns mit einem ausgewachsenen Angebot an Weihnachtsleckereien, dabei hat es draußen sonnige 22 Grad.

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Wir folgen der Route raus aus Cardigan und rein in die Berge, um von der West- zur Südküste von Wales zu gelangen. Die malerische Halbinsel Pembrookshire müssen wir leider auslassen, zumindest für dieses mal. Bei Carmarthen kommen wir von den Landstraßen endlich auf einen Motorway und so kommen wir zügig voran, doch die Fahrt ist auch wenig reizvoll, geprägt vor allem von dem dichten Verkehr rund um Swansea, die zweitgrößte Stadt in Wales und viele Baustellen und Polizeifahrzeuge. Wir haben garnicht mitbekommen, dass in Cardiff die nächsten Tage der große NATO-Gipfel stattfinden wird und treffen nun auf eine Stadt im Ausnahmezustand. Doch bevor wir uns ins Getümmel von Cardiff stürzen entschließen wir uns, einen kleinen Küstenort namens Porthcawl anzufahren um hier an der Küste Mittag zu essen.
Leider verpassen wir die Abfahrt zum Naturschutzgebiet und landen statt dessen an der Strandpromenade mit Vergnügungspark. Doch erst mal müssen wir parken. Wir versuchen es mit dem großen Parkplatz der auf wundersame Weise halbleer ist und stellen fest, dass uns 5 Pence in Kleingeld für den Parkautomaten fehlen. Also zurück auf die Straße und versuchen eine Lücke zwischen den Autos am Straßenrand zu finden, denn hier parkt man umsonst. Doch leider soll es erst mal nicht sein, auf dem Weg in sehen wir nur Lücken in Gegenrichtung. Also umgedreht, doch da waren andere schneller. Dann eine kleine Lücke, wieder Gegenrichtung und diesmal warte ich nicht und stoße direkt quer über die Fahrbahn in die enge Lücke. Nochmal vor und zurück und der Fiat passt – perfektes Auto für diese verrückte Insel.

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Nach dem Picknick machen wir uns auf den Weg durch den Vergnügungspark. Doch anders als in Santa Cruz reihen sich hier eine Spielhölle an die andere, gefüllt mit fettleibigen Spielsüchtigen, die wohl nur deshalb mitbekommen dass draußen ein Strand ist, weil ihre Kinder mit Schaufeln spielen. Wir beeilen uns an den Strand zu kommen, der dank rücksichtsloser Touristen auch voll mit Müll ist und wanden etwas abseits, hier in den Dünen ist die Welt noch in Ordnung. Nichts desto trotz beeilen wir uns um zurück auf die Straße zu kommen.

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Dann sind es nur noch wenige Meilen und die Polizeipräsenz wird größer, wir schlängeln uns geführt vom Navi durch Cardiff und landen in einem Guesthouse nur wenige Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt. Nach einem schnellen Checkin machen wir uns auf den Weg, vorbei am Millenium Stadium und dem Castle in Richtung der großen Einkaufsstraße. Wir wandern durch die Malls und lassen uns vom unglaublich großen Angebot leiten.

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Gegen 5 geht es dann mit dem Zug runter an die Cardiff Bay, wo wir uns das Millenium Center und die neugestaltete Hafenanlagen ansehen. Hier pulsiert das moderne Herz Cardiffs und es reiht sich ein Cafe an das nächste, ein Restaurant an das andere.

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Doch dank des NATO Gipfels ist die Zahl der Polizisten fast höher als die der Besucher und so beschließen wir bald uns zurück in die Stadt zu begeben und dort nach einem schnellen Abendessen ins Bett zu hauen, es gilt ein wenig Schlaf aufzuholen.

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