endlich schreibe ich hier mal wieder – heute mal nicht über mobiles Leben mit dem Smartphone, sondern über das genaue Gegenteil… An fing alles mit einigen Reparaturen die ich an meinem E90 machen ließ. Die erste Serie des E90, zu der mein Gerät auch gehört(e) hatte ja einige Kinderkrankheiten. Die wohl gravierendste davon war der geringe Abstand zwischen den erhöhten Buchstabentasten der Innentastatur und dem glänzenden Display. Wird das Gerät in der Hosentasche getragen führt das zu sehr unschönen Abdrücken auf dem Display. Nokia besserte nach und verbaute in späteren Chargen kratzfestere Displays und auch eine flachere Tastatur. Leider waren diese Teile erst nach einiger Zeit auch für die bereits ausgelieferten Geräte lieferbar. Umso erfreuter war ich, dass mein Nokia Service Center die Teile endlich vorrätig hatte, und mein Gerät umrüsten konnte.

Nach einiger Zeit bemerkte ich jedoch, dass die Innenkamera des neuen Display-Moduls wohl defekt war. Dazu kamen in immer kürzeren Abständen Abstürze, bei denen sich das Gerät mitten im Gespräch neu bootete. Als jetzt einmal eine Woche mit wenig Auswärtsterminen anstand, reif ich bei meinem Netezbetreiber, bei dem ich das Gerät gekauft hatte, an und vereinbarte einen Austausch. Also alle Software-Anbieter angemailt, versichert dass die gekaufte Software auch nach dem IMEI-Wechsel nutzbar bleibt, Daten gebackuppt und auf das Tauschgerät gewartet. Kaum hielt ich das Gerät in Händen und der Kurier war verschwunden, da schwante mir schon böses, das neue Gerät wollte einfach nicht ins Netz einbuchen. Nach einigen Telefonaten war klar – ich hatte ein schlecht funktionierendes Gerät gegen ein völlig defektes eingetauscht. Also wurde ein weiterer Tausch vereinbart. Zum Glück ist T-Mobile da sehr schnell – tauscht innerhalb von 24 Stunden aus. Doch 24 Stunden ohne Smartphone, das hatte ich seit über 5 Jahren nicht mehr.

Erst mal griff ich dann zum guten alten Siemens S4, fast so groß und schwerer als das E90 – und doch nur ein Telefon – aber wenigstens erreichbar. So bewaffnet ging ich zum Aussentermin – und schon der erste Blick aufs Display zeigte mir – das wird ein harter Tag. Ich trage eigentlich so gut wie nie eine Uhr – die ist ja groß auf dem Handy-Display, es sei denn man trägt ein altes S4 mit sich rum. Und wie man angeschaut wird, wenn man dieses Teil mit der ausziehbaren Antenne ans Ohr hält, als ich das Teil zum ersten Mal in Händen hielt war ich damit ein Exot – heute bin ich es wieder.

Vor Ort auf dem Termin dann das nächste Problem – normalerweise habe ich all meine Kontakte auf dem Telefon – 1100 Stück so ungefähr mit je 2 bis 4 verschiedenen Nummern… Das Siemens kann jedoch nur auf der Karte speichern – und die Nummer die man braucht ist garantiert nicht drauf. Also erst mal im Büro angerufen – Visitenkarte per SMS bekommen… das kann das S4 natürlich auch nicht.

In meiner Not fuhr ich nach Hause, kramte mein altes Nokia 9500 heraus. Froh aufgeladen sprang mir die Meldung “SIM einlegen” ins Gesicht – egal welche SIM ich benutzte – das Resultat war das gleiche. Also wieder zurück zum S4. Dann zurück ins Büro – Überraschung – 25 neue Mails. Normalerweise schau ich unterwegs immer mal wieder in meine Mails, und der Überraschungseffekt bleibt aus – doch an diesem Tag war eMail wieder ein sehr ortsfestes Medium. Total ungewohnt. Selbst SMS-Schreiben war ein Abenteuer, keine Ahnung wie ich das früher wohl gemacht habe, ohne eine Quertz-Tastatur. Völlig aus der Übung brauchte ich doch tatsächlich eine Viertelstunde für 160 Zeichen – mehr geht mit dem alten Teil sowieso nicht…

4 thoughts on “Der Tag ohne…

  1. Hi Cam,

    ne ne, selbst in Ferien immer mit Handy – wie Du ja auch 😉
    Sonst werd ich ganz verrückt wenn ich nicht weiß was um mich herum vorgeht…

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