Nachdem wir gestern von der Dunkelheit überrascht wurden heißt es heute früh aufstehen, denn wir wollen noch von Kingman bis Seligman auf der Route 66 fahren. Also zumindest ich, Simone muss ich davon erst noch überzeugen. Doch dieses Stück der historischen Straße quer durch die USA ist weniger kurvig, und überzeugt mit faszinierender Landschaft und außerdem kommt man mit 65 Meilen in der Stunde flott voran. Natürlich müssen wir auch immer wieder halten – alte Autos und Szenen aus dem „alten“ Amerika der 30er – 50er Jahre säumen unseren Weg und machen es

Auch die zahlreichen Erdmännchen und Hasen die die Steppe besiedeln wecken unsere Aufmerksamkeit. Doch es ist garnicht so einfach, die vor die Linse zu bekommen, denn entdeckt ein Erdmännchen etwas und schlägt Alarm so verschwindet die gesamte Kolonie blitzartig im untertunnelten Boden.

Nach gut 2 Stunden erreichen wir Seligman und biegen dann selbst auf die neue Internate 40, die uns bis Williams, AZ bringt und hier auf den Grand Canyon Trail, an dem kurz vor dem Parkeingang zum Grand Canyon National Park Tusayan liegt, ein kleiner Ort der sich um die Hotels am South Rim gebildet hat. Zu 100 % auf Touristen ausgelegt gibt es hier alles, von McDonalds und Wendy’s über Tankstellen, Hotels, Restaurants und sogar ein IMAX-Kino. Nachdem unsere Zimmer im Grand Canyon Plaza – das übrigens großartiger klingt als es ist – noch nicht fertig sind, machen wir uns auf eigene Faust auf den Weg ein Park Ticket zu erstehen und entschliessen uns dann ganz amerikanisch mit dem Auto in den Park zu fahren, und erst dort die diversen Shuttle-Busse zu nutzen. So können wir die Kühlbox mit den Getränken bequem mitnehmen, denn am Canyon ist es gute 35 Grad warm.

Wir fahren nach dem ersten Eindruck weiter ans westliche Ende, erst mit dem eigenen Auto und dann mit dem Shuttle-Bus, denn der letzte Teil des Tracks ist inzwischen gesperrt. Auch wenn der Tourismus am Grand Canyon schon alt ist – die Santa Fe Railway hatte hier bereits anfang des 20. Jahrhunderts lange bevor der Canyon Nationalpark wurde eine Strecke und ein Hotel gebaut und bot Touren bis hinunter in den Canyon an. Mit der großen Depression in den 20er Jahren kamen dann die Aussichtspunkte dazu, die von den tausenden Arbeitern in den Fels gehauen wurden. Heute stehen sowohl der Canyon als auch South und North Rim unter Nationalpark-Verwaltung, einige der Touristischen Angebote wurden jedoch beibehalten und so bietet der Park mehr als andere Nationalparks.

Die „Cowgirl-Portion“ im Steakhouse

Nach einem anstrengenden Tag in der Hitze des Canyons genehmigen wir uns ein kühles Bier und ein wenig Western BBQ im Yippie-Ei-O Steakhouse, das nahe am Hotel ist und auch sehr  Western-Style eingerichtet. Das Essen ist gut, die Preise jedoch gesalzen, man merkt dass Tusayan eine reine Tourismus-Destination ist. Nach einem kurzen Blick auf beeindruckende Fotos gehts dann ins Bett – morgen früh wollen wir früh los, denn der Rest vom South Rim und der Lake Powell warten auf uns.

 

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